Die Veranstaltungen finden im TSB-Heim Eckener Straße 24 statt. Sie beginnen um 15.00 Uhr

 

Mittwoch 02.10.2019

„Ich bau mir eine Werft“

Oliver Berking, Flensburg
Die Silbermanufaktur Robbe & Berking wurde 1874 gegründet und ist weltbekannter Hersteller von Bestecken, Tafelgeräten und Wohnaccessoires hoher Qualität. Firmenchef Oliver Berking nahm sich, nachdem er die Firma von seinem Vater übernommen hatte, neben seinen vielfältigen Aufgaben immer noch Zeit für seine Leidenschaft: Das Segeln und alte Segelyachten aus Holz. Sein Traum war, Flensburg als Europa-Zentrum für den Bau klassischer Yachten aus der Taufe zu heben. Dafür brauchte er eine richtige Werfthalle, in der er zunächst ohne große Geschäftsmodelle Holzboote baute. Bald wurde es aber konkreter: Er übernahm den Bootsmakler Baum & König, der auf klassische Yachten spezialisiert ist. Damit wurde aus dem Hobby eine ernsthafte Angelegenheit. Berking gründete 2016 das Robbe & Berking Yachting Heritage Centre für internationalen Segelsport. Das Museum umfaßt allein 1500 qm und präsentiert attraktive Exponate und wertvolle Ausstellungen. Es ist spannend, die Entwicklung dieser interessanten Flensburger Attraktion zu verfolgen, in der mittlerweile neben Bootsausstellungen auch Malerei, Fotokunst und Konzerte Besucher anziehen.

Mittwoch 13.11.2019

„Wie kann Flensburg punkten?“

Touristikchef Gorm Casper im Gespräch
Ein Geschäftsführer der Tourismus Agentur Flensburger Förde hat die Aufgabe, den Wirtschaftssektor Tourismus und das Image der Reiseziele Schleswig-Holstein und Flensburg zu stärken. Dabei werden diverse Fixpunkte anvisiert: Wo liegen die Kern-Anziehungsthemen, welche Übernachtungsmöglichkeiten bieten sich, welche stehen zukünftig in Planung? Finden Hafenfest, Weihnachtsmarkt u.ä. Veranstaltungen genug Anklang und bei welcher Bevölkerungsgruppe? Wer kommt zu uns und wie lange bleibt er? Was wird dem Gast geboten? Rum, Bier, Handball, Punkte, deutschdänische Kultur? Welchen Service bietet die Tourismus Agentur und wer sind ihre Partner? Gorm Casper wird an diesem Nachmittag viele Fragen zu beantworten haben.

Mittwoch 11.12.2119

Märchen - phantastische Wundergeschichten

Ingrid Jacobsen, Flensburg
Schon bei den alten Griechen und in Ägypten wurden Märchen erzählt und von Kreuzfahrern, Kaufleuten, Pilgern und Seefahrern ins mittelalterliche Europa gebracht. Die Gebrüder Grimm erkannten in dem mündlich überlieferten Kulturgut einen Kulturschatz und veröffentlichten 1812 und 1815 die „Kinder- und Hausmärchen“. Märchen sind frei erfunden, sie kennen keine Zeit, keinen festen Ort, in ihnen können Tiere und Pflanzen sprechen. Zwerge, Riesen, Hexen, Feen und Drachen treten auf, sind schön oder hässlich, gut oder böse, tapfer oder feig, schlau oder dumm. Die Zahl 7 ist oft Symbol (Raben, Zwerge, Geisslein) oder die 3 (Wünsche). Märchen spiegeln gesellschaftliche Strukturen wider von Herrschaft, Knechtschaft, Armut und Hunger, von Familienverhältnissen. Sie sind grausam und belehrend. Märchenerzählen ist als „Immaterielles Kulturerbe“ in Deutschland anerkannt worden. Die Deutsche UNESCO Kommission hat 2016 das Märchenerzählen in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Welt-Kulturerbes aufgenommen. Die Europäische Märchengesellschaft hat mittlerweile 2300 Mitglieder.